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Sich selbst vertrauen: 6 Experten-Tipps für Selbstsicherheit

Zu dick, zu klein, zu inkompetent. Diese negativen Gedanken schleichen sich im Alltag immer wieder ein und ziehen uns runter. Sich selbst vertrauen und nie mehr in Selbstzweifeln versinken – wie schön wäre das? Das Leben würde sich so leicht anfühlen!

Gute Nachrichten, Selbstvertrauen ist lernbar! Heute stellen wir Dir die besten Tipps von zwei Experten vor: Diane Barth, Psychotherapeutin aus New York und Peg O’Connor, Professorin aus Minnesota.

1. Umgebe Dich mit Menschen, denen Du vertraust

Damit wir Selbstvertrauen entwickeln können, müssen wir uns sicher fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Beziehung mit Menschen aufbauen und halten, denen wir selbst vertrauen können. Sie geben uns das Gefühl, dass wir völlig in Ordnung sind – genau so, wie wir es jetzt sind. Sie erinnern uns daran, dass wir geschätzt werden, auch wenn wir nicht (und niemals) perfekt sein werden.

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„Je verbundener und sicherer Du Dich mit anderen fühlst, desto wohler fühlst Du Dich auch mit Dir selbst“ schreibt Wissenschaftlerin Diane Barth in einem Essay über Selbstvertrauen. Sich selbst vertrauen hat also auch viel damit zu tun, mit welchen Mitmenschen wir uns ständig umgeben.

Ist es bei Dir vielleicht Zeit für einen Beziehungs-Detox? Frage Dich, welche Menschen in Deinem Leben wirklich gut für Dich sind und bei welchen Du ständig das Gefühl hast, Dich verstellen zu müssen. Solche Freundschaften sind toxisch für Dein Selbstwertgefühl!

2. Stehe zu Deinen Worten

Wir wünschen uns oft Vertrauen von anderen. Aber vertrauen wir uns selbst?

Immer wieder an den eigenen Entscheidungen zweifeln, sich selbst in Frage stellen, die eigenen Fähigkeiten als nicht gut genug einstufen – das sind typische Symptome von einem mangelnden Selbstvertrauen.

„Unsere Geschichten sind voll von gebrochenen Versprechen von uns selbst und von anderen“, schreibt Expertin Peg O’Connor in diesem Artikel. Genau deshalb fällt es uns auch so schwer, an uns selbst zu glauben: Wir haben einfach schon zu oft gesehen, wie wir etwas nicht erreichen, wie wir etwas nicht einhalten.

Sich selbst vertrauen hat wenig damit zu tun, perfekt zu sein. Du musst nicht Modelmaße haben, um Selbstvertrauen zu haben. Laut Peg O’Connor geht es eher darum, einen unerschütterlichen Glauben an die eigene Person zu entwickeln – in dem wir zu unseren eigenen Worten, Werten und Überzeugungen stehen.

3. Lass die Gedanken raus

Als Psychotherapeutin weiß Diane Barth, wie wichtig es ist, Gefühle auszudrücken. „Rede, rede, rede und rede noch etwas mehr“, rät sie. Neurowissenschafter haben nämlich herausgefunden, dass es unser Gehirn neuronal verändert, wenn wir darüber sprechen was wir denken und fühlen und unser Gesprächspartner aktiv zuhört und Anregungen einbringt.

Unterbewusstes wird dadurch bewusst gemacht, Du wirst klarer in Deinem Denken. Sich selbst vertrauen ist schwierig, weil wir oft von eigenen Ängsten und Selbstzweifeln geplagt werden. Im Gespräch mit einer Vertrauensperson kannst Du diese negativen Gefühle auflösen und zu neuer Selbstsicherheit kommen.

„Schreiben hilft auch, aber es wäre noch hilfreicher, wenn Du Deine Worte mit jemand anderem teilst“, empfiehlt die Psychotherapeutin. Wirkungsvolle Journaling-Ideen haben wir Dir bereits hier vorgestellt.

Sich selbst vertrauen – weitere Tipps findest Du in folgendem Video:

4. Suche Dir Unterstützer

„Manchmal muss man zuerst anderen vertrauen, bevor man sich selbst vertrauen kann“, sagt Peg O’Connor. Was sie damit meint: Leih Dir das Vertrauen, was ein anderer in Dich hat. Ganz konkret: Du brauchst Unterstützer!

Du kannst weder in Deiner Familie noch im Freundes Unterstützer finden? Kein Grund zu resignieren. In der heutigen Zeit ist es einfacher denn je, Supportgruppen zu finden. Social Media hilft Dir erwiesenermaßen dabei, Gleichgesinnte zu finden.

Du willst Menschen finden, die das Gute in Dir sehen, wenn Du es nicht sehen kannst. Die Deine Fähigkeiten sehen, wenn Du sie gerade nicht mehr siehst. Die Dich bei Deinen Zielen unterstützen und Dir keine Steine in den Weg legen (die liegen dort ohnehin schon!).

5. Versetze Dich in die Lage Deines selbstsicheren Ichs

Wie würdest Du Dich verhalten, wenn Du durch und durch selbstsicher wärst? Jeder von uns hat eine Vorstellung davon, was Selbstbewusstsein eigentlich ausmacht. Merke Dir das Bild, was Du von Dir hast. Professorin Peg O’Connor rät nämlich, dass wir uns im Alltag immer häufiger in die Lage unseres selbstsicheren Ichs versetzen. So kommen wir dieser Wunschvorstellung immer näher und näher.

Fang klein an: Suche Dir ein Gebiet aus, in dem Selbstzweifel typisch sind. Zum Beispiel beim Aussehen. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn Du sofort extrem selbstbewusst wärst? Wie würdest Du gehen, stehen und denken?

Setze die Antwort in die Tat um! Durchs Imitieren eignen wir uns neue Denkweisen an.

Übrigens: Wenn Du Dein Level an Selbstsicherheit herausfinden willst, solltest Du dieses kostenlose Quiz machen, um mehr über Dich selbst zu erfahren.

6. Selbstvertrauen ist nicht angeboren: Übung macht den Meister

Psychotherapeutin Diane Barth erinnert uns: „Niemand von uns lernt augenblicklich, sich selbst zu vertrauen“. Sie vergleicht Selbstvertrauen mit einem neuen Auto: Am Anfang hätten wir auch keine genaue Vorstellung davon und uns fehlt der Instinkt eines Könners, der alles vereinfachen könnte. Bis wir am Ende den Führerschein in den Händen halten, dauert es. Genau so ist es mit der eigenen Selbstsicherheit!

Selbstvertrauen ist also nicht angeboren. Selbstvertrauen ist kein Privileg. Genau wie Autofahren, kann absolut jeder lernen, sich selbst vertrauen zu können. Und wenn wir anfangs nicht in jeder Situation absolut selbstsicher reagieren, ist das nicht schlimm! Wir haben schließlich auch nicht aufgegeben, als wir Dreizehn Anläufe beim rückwärts einparken gebraucht haben.

Bleib also dran: Übung macht den Meister! Hier haben wir Dir ein paar konkrete Übungen für mehr Selbstsicherheit vorgestellt.

Diese sechs Tipps können Dir dabei helfen, Dein Denken langfristig zu verändern und zu einem ganz neuen Selbstwertgefühl zu kommen. Im Buch „Dein magisches Quartett zur harmonischen Selbstliebe“ findest Du weitere Möglichkeiten, wie Du ein größeres Selbstvertrauen entwickelst.

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