Beziehungskonflikte

Beziehungskonflikte verstehen: Welcher Beziehungstyp bist Du?

Fürsorglich, eigenständig, aufbrausend – wie bist Du als Partnerin? Wissenschaftler unterscheiden vier verschiedene Bindungsarten. Und die Art, wie wir uns an andere binden, prägt unsere Beziehungen und verursacht manchmal auch Beziehungskonflikte.

Wenn wir verstehen, wie wir uns selbst in Beziehungen verhalten und was wir durch unseren Bindungsart unbedingt brauchen, lassen sich viele Konflikte vermeiden. Welcher Beziehungstyp bist Du und in welcher Kategorie erkennst Du Dich wieder?

„Sei für mich da“ – der Ängstliche Beziehungstyp

Wer ständig die Nähe und Bestätigung des Partners sucht, gehört wahrscheinlich zur Kategorie ängstlicher Beziehungstyp. Sensibel. Ängstlich deshalb, weil zuvor abrupte Veränderungen und Abbrüche in Beziehungen erlebt wurden. Zum Beispiel: Der Partner lässt Dich von heute auf morgen im Regen stehen – das möchte man natürlich nicht nochmal erleben! Klar, dass man danach etwas vorsichtiger ist – und manchmal eben auch ängstlich.

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Menschen, die mit dieser Bindungsart leben, brauchen viel Nähe und sorgen sich, ob der Partner sie auch genügend liebt. Sie geben viel und kümmern sich liebevoll um ihre Partner. Die Partnerschaft ist stark mit dem eigenen Selbstwertgefühl verknüpft. Das kann manchmal etwas schwierig werden, denn wir sind stets extrem betroffen, wenn wir irgendwelche Konflikte in Beziehungen wittern oder wir uns zurückgewiesen fühlen.

Bei Streitigkeiten geht es oft um Alltägliches – dahinter versteckt sich aber stets der Streit um Nähe. „Warum hast Du nicht angerufen?“ „Wo bist Du gewesen?“ Das könnten typische Vorwürfe. Der Wunsch nach Innigkeit ist extrem groß – und dafür ist man auch bereit, viel zu geben! Eigene Grenzen setzen fällt auf der anderen Seite eher schwer.

Interessant: Studien haben herausgefunden, dass diese Beziehungstyp im Vergleich zu den anderen am wenigsten verdient. Das kann damit zu tun haben, dass er einfach wahnsinnig viel Energie in die Beziehung steckt und dadurch weniger für den Job übrigbleibt.

„Ich brauche Abstand“ – der vermeidende Beziehungstyp

Der vermeidende Beziehungstyp braucht häufig viel Zeit, um sich zu öffnen und Nähe zuzulassen. Er hat sein eigenes Leben und fürchtet stets, er könne seine Unabhängigkeit und Eigenständigkeit als Person verlieren. Vielleicht wurde man von einer nahestehenden Person einst sehr verletzt oder abgelehnt. Dadurch geht er die Dinge lieber langsam an. Beziehungskonflikte möchte der vermeidende Bindungstyp lieber umgehen und macht schnell dicht.

Aber nicht falsch verstehen: Dieser Beziehungstyp will und schätzt die Partnerschaft – es fällt ihm aber einfach schwer, sich komplett fallen zu lassen. Es kann deshalb sein, dass wir manchmal gegensätzliche Signale senden. Zum Beispiel: Treffen planen, aber nicht einhalten. Oder dem Partner wertschätzende Worte entgegenbringen, aber sich keine Zeit für die Beziehung nehmen.

„Du lässt mir keinen Raum zum Atmen“, „Du übertreibst“ könnte er dem Partner in Konflikten vorwerfen. Wenn wir uns eingeengt fühlen, werden wir schnell defensiv. Wir wünschen uns, dass es respektiert wird, dass wir manchmal Abstand brauchen. No-Gos sind Kontrollversuche des Partners.

Die große Stärke dieses Beziehungstyps ist sicher das eigenständige und verantwortungsbewusste Verhalten. Sie machen ihren Partner selten für die eigene Laune verantwortlich.

Wie sieht das aus, wenn verschiede Beziehungstypen aufeinandertreffen? Folgendes Video zeigt Dir

„Ich verstehe Dich“ – der sichere Beziehungstyp

Die dritte Variante bezeichnen Wissenschaftler als sicheren Bindungstyp. Er hat in vergangenen Beziehungen wenig mit Ablehnung oder verletzten Gefühlen zu tun gehabt und fühlt sich in Partnerschaften geborgen, die aus Geben und Nehmen bestehen.

„Sei nicht so laut“ „Wir müssen darüber reden“ könnte man bei Streitigkeiten hören. Der sichere Beziehungstyp hat eine große Stärke: Er kann sehr gut eigene Grenzen setzen und Nein sagen. Er wünscht sich außerdem offene Aussprachen, bei dem man sich in einem sachlichen Tonfall sagen kann, was man fühlt und denkt.

Wertvolle Kommunikationstipps für die Partnerschaft haben wir Dir außerdem hier verraten.

Der sichere Beziehungstyp reagiert oft ziemlich allergisch auf Drama, emotionale Spielchen oder Manipulationen. Er gibt und braucht sowohl körperliche als auch emotionale Nähe.

Mal so, mal so – der desorganisierte Beziehungstyp

Der desorientierte Beziehungstyp wurde erst viel später als die anderen Bindungsarten klassifiziert. Er ist quasi eine Art Mischung aus verschiedenen Elementen der anderen Varianten.

Typisch für diesen Beziehungstyp ist ein eher unerwartetes Handeln. Manchmal verhalten wir uns eher Nähe suchend und ängstlich. In anderen Situationen wieder vermeidend – wir suchen das Weite. Dadurch kann unser Handeln manchmal widersprüchlich und unverständlich auf andere wirken. Wir selbst fühlen uns oft hin- und hergerissen. Daraus können dann natürlich einige Beziehungskonflikte entstehen.

Aber wo kann ein so unbeständiges Bindungsverhalten herkommen? Eine spannende Theorie besagt: Eine wichtige Bezugsperson war sowohl Schutz als auch Bedrohung zugleich. Dadurch führen wir dann „desorganisierte“ Beziehungen. Also Partnerschaften, die kein klares Muster erkennen lassen.

Bindungsart erkennen, Beziehungskonflikte verstehen

Wir können andere nicht verändern, nur uns selbst! Deshalb lohnt es sich bei Problemen nicht nur mit dem Finger auf den anderen zu zeigen, sondern auch das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Beziehungskonflikte verstehen: Hast Du Dich in einem Beziehungsmuster wiedererkannt? Auch wenn der sichere Beziehungstyp als anstrebenswert gilt, heißt das nicht, dass die anderen Typen schlecht sind. Sie haben ihre Vor- und Nachteile die wir kennen sollten, um harmonischere Beziehungen führen zu können.

Wenn Du Dich für dieses spannende Thema interessierst und aktuell Beziehungskonflikte bewältigen musst, hilft Dir das Buch „Love Repair“ von Tara Fields weiter.

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