Haare selber färben

Haare selber färben: 6 Tipps vom Profi-Friseur

Her mit der Farbe! Die Haare selber färben ist eine aufregende aber auch riskante Sache. Deshalb ist es so wichtig sich vorab zu informieren und einige Tipps und Tricks der Profis abzugreifen. Wir zeigen Dir die beste Haarfarbe zum selber färben, erklären, wie Du Dein Haar am besten vorbereitest und welche Nuancen und Techniken sich beim Haare selber färben am besten eignen.

Dabei halten wir uns an die Tipps aus dem Video von Profi-Friseur Eren Bektas! Ergänz habe ich die Tipps noch mit eigenen Erfahrungen!

Legen wir los!

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1. Informiere Dich: Welche verschiedenen Optionen gibt es?

Neben einer dauerhaften Coloration kannst Du Dich auch für kurzweiligere Färbungen, sprich einer Tönung oder einer Intensivtönung, entscheiden.


Tönungen schenken mehr Volumen

Bei einer Tönung wird das Haar von den Farbpigmenten nur ummantelt. Das ist auch der Grund, warum Du bei feinem Haar mit einer Tönung mehr Volumen in Dein Haar kriegst.

Mit einer Tönung kannst Du Dein Haar nicht heller färben. Die Farbe bleibt stets gleich dunkel oder eben noch dunkler als die Ausgangsfarbe.

Das ist jedem zu empfehlen, der wirklich erstmal nur austesten möchte, wie eine andere Haarfarbe aussehen würde.

Intensivtönungen bleiben länger im Haar

Eine Intensivtönung bricht die Schuppenschicht des Haars auf. Die Farbe dringt tief ins Haar ein. Allerdings kannst Du auch mit einer Intensivtönung das Haar nur dunkler färben. Mit den Wochen wäscht sich auch diese Farbe heraus.

Wenn Du mit einer Intensivtönung das Haar nachfärbst, solltest Du nur den Ansatz nachfärben, da das Haar sonst ungleichmäßig dunkel wird.

Dauerhafte Colorationen in jeder Farbe

Wer von einem helleren Farbton träumt, der ist mit einer dauerhaften Coloration gut bedient. Hier dringt die Farbe tief ins Haar ein und verändert die Farbpigmente dauerhaft. Lediglich der Ansatz muss regelmäßig nachgefärbt werden.

Wenn Du Deine Haare selber färben möchtest, empfehle ich zunächst einmal zur Tönung zu greifen. Dauerhafte Colorationen sollte doch lieber der Friseur vornehmen, damit es nicht zu Haarschäden kommt.

Sonderfall Blondierung

Auch wenn es mittlerweile viele DIY-Blondierungen für zu Hause gibt: Lass lieber die Finger davon. Wenn Du Deine Haare aufhellen möchtest, sollte am besten ein Friseur ran. Denn bei Blondierungen kann zu viel schief gehen. Der Farbprozess läuft dabei etwas anders ab, als bei üblichen Colorationen. Er ist wesentlich komplexer und – falsch angewendet – extrem strapazierend für die Haare. Du riskierst orangenes Haar und enorme Schäden, die Du vielleicht nicht mehr rückgängig machen kannst.

Deshalb gilt die Regel: Haare in eine ähnliche Nuance umfärben – kein Problem. Haare aufhellen lieber dem Profi überlassen.

2. Treffe die nötigen Vorbereitungen für Dein Haar

 

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Bevor Du zur Farbe greifst und fröhlich drauf losfärbst, solltest Du ein, zwei Dinge beachten.
Ein bis zwei Wochen vor dem Haare färben, sollte das Haar mit pflegenden Haarkuren bei der Haarwäsche verwöhnt werden. Welche Haarkur sich für strapaziertes Haar eignet, haben wir hier für Dich zusammengestellt.

Zwei, drei Tage vor dem Färben sollte das Haar hingegen nicht gewaschen werden. Denn die Ablagerungen der natürlichen Öle im Haar schützen und schonen die Kopfhaut vor der Farbe.

Auch solltest Du in diesen Tagen auf Haarspray, Haargel und Haarwachs verzichten. Auch der Leave In Conditioner sollte wegbleiben, da sonst auf dem Haar Ablagerungen der Produkte zu finden sind und die Farbe nicht so gut anhaften kann.

In diesem Video mit Madametamtam und Lena Meyer Landrut siehst Du, wie das Haare selber färben gelingt:

3. Die beste Haarfarbe zum selber färben: Setze auf schonende Produkte

Haarfarben gibt es wie Sand am Meer. Unzählige Marken, unzählige Versprechungen. Aber was ist die beste Haarfarbe zum selber färben? Bei einer Haarfarbe solltest Du vor allem darauf achten, dass sie frei von Ammoniak ist. Denn Ammoniak schadet dem Haar und wirkt aggressiv.

Auch ist es immer gut, wenn sie aus natürlichen Produkten entsteht und mit pflegenden Ölen angereichert ist. Das schont das Haar um einiges.

Definitiv einen Blick wert, wenn Du Deine Haare färben möchtest, sind diese zwölf Haarfarben, die wir hier ausführlich für Dich aufgeführt haben. Sie werden Dein Haar intensiv und dennoch schonend färben. Wer will sich schon an strohigem Haar nach dem Färben ärgern!

5. Wie viel Farbe brauche ich?

In der Regel reicht eine Packung Farbe aus, wenn Du schulterlanges Haar hast.
Für längeres Haar sollte man auf zwei Packungen setzen, damit man großzügig und ohne Geiz arbeiten kann.

Dieses zehnteilige Haarfärbe-Set von Anself wird Dir das Haare färben um einiges erleichtern. Du kannst viel genauer die Haare verteilen und damit Ergebnisse wie beim Friseur erzielen.

Auch verschwendest Du weniger Farbe, weil Du einfach gleichmäßiger vorgehen kannst. Bei mittellangem dünnen Haar kann dann auch eine Packung Farbe locker ausreichen.

YouTuberin Sabrina Schuster ist Friseurin und erklärt in diesem Video wunderbar anschaulich, welche Haarfarbe Dir am besten steht:

4. So färbst Du am erfolgreichsten

Schütze Deine Haut vor der Farbe

Bevor Du färbst, solltest Du mit Zeitungspapier den Boden abdecken und ein altes T-Shirt anziehen und ein altes Handtuch um den Hals legen.

Greife dann zur Vaseline und schmiere einen dünnen Film entlang der Ohren und unter dem Ansatz entlang. So bleiben später keine Farbablagerungen auf der Haut.

Das Haar wird in trockenem Zustand gefärbt. Wer mit seinem Haar nur in nassem Zustand gut umgehen kann, sollte mit einer Sprühflasche das Haar anfeuchten.

Lese die Anweisungen durch

Jede Farbe kommt auch mit bestimmten Anweisungen. Wie mischst Du die Farbe an, sollst Du einen Allergietest durchführen, gibt es bestimmte Zeiten, die eingehalten werden müssen?

Folge der Anweisung und bereite einen Timer und Haarklammern vor.

Unterteile das Haar in Strähnen

Damit die Farbe sich optimal verteilt wird, teile das Haar in Strähnen auf und verteile die Farbe gleichmäßig mit der Hand oder einem Pinsel auf dem Haar. Nehme Dir Zeit! Wer zu Hause färbt braucht länger, als der Profi. Das solltest Du mit einplanen.

Besonders viel Liebe schenkst Du dabei dem Ansatz und den Spitzen. Wenn eine Strähne genug Farbe hat, mit einer Klammer sichern und weitergeht‘s.

Achte darauf, zügig, aber sorgfältig zu arbeiten!

Mit einem grobzinkigen Kamm das Haar kämmen

Wenn die Farbe im ganzen Haar ist, kannst Du ganz vorsichtig das Haar mit einem grobzinkigen Kamm durchkämmen. So verteilt sich Farbe noch einmal besonders gleichmäßig.

5. Zu guter Letzt die Spülung und die Haarkur nicht vergessen

Wenn die Haarfarbe lang genug eingewirkt ist (wie lange, empfiehlt die Packungsbeilage) heißt es, dass Haar auszuspülen. Wasche das Haar mit einer Spülung aus, bis das Wasser wieder klar ist.

Zu guter Letzt gibst Du noch eine Haarkur ins Haar und lässt sie drei bis fünf Minuten einwirken.
Dann wäschst Du sie wieder aus.

Ebenfalls wichtig: Setze nach dem Haare färben auf sulfatfreie Shampoos, wie diesen acht, da sie die Farbe nicht aus dem Haar spülen.

Haare selber färben – so geht’s! Nun kennst Du die wichtigsten Schritte und weißt, welche die beste Haarfarbe zum selber färben ist. Auch wenn diese Schritte gar nicht so kompliziert sind: Für drastische Farbunterschiede solltest Du den Friseur aufsuchen.

Alle Links in der Übersicht:
Welche Haarkur für strapaziertes Haar perfekt geeignet ist
Haare schonend färben: Das sind die 12 besten Mittel
Sulfatfreies Shampoo: 8 Produkte für jeden Haartyp

Wie ist das wahre Alter Deiner Haut?

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