Liebeskummer loswerden

Liebeskummer loswerden: Was hilft (laut Wissenschaftlern)

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Er ist weg. Und alles was dir gerade bleibt, sind verblassende Erinnerungen und zerfetzte Gefühle. Die Rede ist oft von einem gebrochenen Herzen. Dabei fühlt sich eine Trennung doch eher so an, als wärst Du mit dem ganzen Körper gegen eine Wand gerannt. Und zwar mit vollem Anlauf! Gerädert und körperlich erschöpft fragst Du Dich: Was hilft gegen das Brennen im Magen und das hartnäckige Stimmungstief?

Wissenschaftler verraten jetzt, wie Du Liebeskummer WIRKLICH überwinden kannst. Hier kommen drei Tipps, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

Inhaltsverzeichnis

Liebeskummer loswerden: Der Körper leidet mit
Was hilft: Ablenkung, positive Erinnerungen, negative Erinnerungen?
Erkenntnis 1: Weg von der Droge!
Erkenntnis 2: Stell Dich den Gefühlen, Ablenkung hilft nicht!
Erkenntnis 3: Entwickle Maßnahmen für mehr Positivität

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Liebeskummer loswerden: Der Körper leidet mit

Um zu verstehen, wie Du Liebeskummer loswerden kannst, musst Du zuerst verstehen, was dabei im Körper abgeht. Und das ist nach einer Trennung eine ganze Menge.

Liebeskummer ist wesentlich mehr als bloß die Anhäufung verletzter Gefühle. Im Körper verändert sich auf hormoneller und biochemischer Ebene unglaublich viel in kurzer Zeit. Und genau deshalb fühlen wir uns nach einer Trennung auch körperlich so schrecklich und schwach.

Profi-Tipps: Was Du laut Lifecoach Doktor Wlodarek tun solltest, um Liebeskummer loswerden zu können:

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Liebeskummer ist körperlich das gleiche, wie ein Drogenentzug

Wissenschaftler haben ermittelt, dass nach einer Trennung die gleichen Gehirnareale aktiv sind, wie bei Drogenabhängigen, der auf Heroin-Entzug ist. Das fand Autor Doktor Winch des Buches „How to fix a broken Heart“ heraus.

Mit anderen Worten: Der Körper leidet extrem! Liebeskummer ist messbar.

Liebe ist also so etwas wie eine Sucht: Der Partner macht uns glücklich, beschert uns jede Menge Glückshormone. Liebeskummer ist deshalb wie ein Entzug: Der Körper realisiert, dass der Glücksbringer fehlt.

Deshalb fällt auch so unglaublich schwer, am Anfang der Trennung keinen Kontakt mehr zu haben. „Vergiss ihn doch einfach“ funktioniert nicht – denn der Körper rebelliert dagegen.

Doch Entwarnung: Du kannst aus dem Liebesloch entkommen, wenn Du folgende Tipps beachtest, die sich aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ableiten.

Was hilft: Ablenkung, positive Erinnerungen, negative Erinnerungen?

Eine im Journal of Experimental Psychology erschienene Studie aus dem Jahr 2018 untersuchte die Auswirkungen auf das Gehirn in Bezug auf verschiedenen Verhaltensweisen bei Liebeskummer.

Dazu wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe sollte sich aktiv an schöne Zeiten mit dem Expartner erinnern. Die andere sollte lediglich an negative Erlebnisse denken und sich immer wieder die Trennungsgründe bewusst machen. Die letzte Gruppe wurde aufgefordert, sich abzulenken und sich nicht aktiv mit dem Expartner zu beschäftigen.

Na, was glaubst Du – welche Gruppe konnte den Liebeskummer wohl am schnellsten besiegen?

Auflösung: Die Gruppe, die sich bewusst an die negativen Erlebnisse mit dem Expartner zurückerinnern sollte, überwand den Liebeskummer schnell. Bei den beiden anderen Gruppen gab es quasi keinerlei Veränderung der Gefühle gegenüber dem Ex.

Anhand von dieser Studie kann man drei wesentliche Erkenntnisse ableiten, die uns dabei helfen, Liebeskummer loswerden zu können.

Erkenntnis 1: Weg von der Droge!

Kennst du das? Es ist aus und ganz plötzlich fallen Dir zahlreiche Dinge ein, warum es nicht aus sein darf. Das Negative wird im Rückblick übersehen, alles wird plötzlich idealisiert. Und plötzlich schleicht sich diese eine Frage ein: „Wieso ist es eigentlich aus – es war doch so schön!“

Das ist – psychologisch gesehen – sehr typisch. Denn das Gehirn vermisst jetzt all die Glückshormone, die Dir Dein Ex einst gegeben hat!

Aber wie wir durch die Studie wissen, hilft das sehnsüchtige Zurückdenken nicht dabei, Liebeskummer zu mindern. Im Gegenteil! Du hältst damit die liebevollen Gefühle aufrecht, die Du loslassen musst, um die Trennung abzuschließen.

Einem Drogenabhängigen würde auch keiner sagen: Ab und an darfst Du zur Droge greifen. Ab und zu darfst Du sie in den Händen halten. No way! So wird man die Sucht nicht los. Die Devise lautet: Entzug!

Deshalb solltest Du Dir selbst nicht erlauben, den Ex zu verfolgen – in Gedanken, auf Social Media oder im Real Life!

Das wirft Dich jedes einzelne Mal zurück und hält die „Sucht“ nach der Person aufrecht. Wie Ein Drogenabhängiger musst Du dem Verlangen nach der Droge widerstehen – sonst geht alles wieder von vorne los!

Das solltest Du tun:

Jedes Mal, wenn Du wieder anfängst sehnsüchtig zurückzublicken, machst Du Dir die Trennungsgründe bewusst. Erinnere Dich an all das, was nicht gepasst hat und all die Seiten, die Dich an ihm genervt haben.

Schreibe diese Dinge zur Not auf und bewahre diese Liste auf dem Smartphone auf. Sieh sie Dir jedes Mal an, wenn Dich der Liebeskummer überkommt –  das wirkt sofort!

Persönlicher geht’s kaum: In folgendem Video verrät Dir YouTuberin Andrea Morgenstern, wie sie ihren Liebeskummer loswerden konnte:

Erkenntnis 2: Stell Dich den Gefühlen, Ablenkung hilft nicht!

Zeit allein heilt nicht alle Wunden!

Eine Trennung ist Arbeit – da sind sich Wissenschaftler einig. Man muss sich aktiv mit ihr beschäftigen, um sie abschließen zu können.

In der genannten Studie half Ablenkung nicht dabei, den Liebeskummer zu überwinden. Die Teilnehmer fühlten sich zwar kurzfristig besser, die Gefühle für den Ex blieben aber bestehen. So löst Du den Liebeskummer also nicht auf, der ja schließlich davonkommt, dass da noch Gefühle im Spiel sind.

Verdränge die Trauer über die Trennung nicht zu lange. Sonst sickern all die negativen Gefühle sie noch ins Unterbewusstsein und dann lassen sie sich nur noch schwer auflösen.

Stell Dich Deinen Gefühlen! Wenn Du sie nicht beachtest, werden sie irgendwann so groß und überwältigend, dass sie Dich dazu zwingen.

Das solltest Du tun:

Beschäftige Dich aktiv mit der Trennung. Weine, wenn Du weinen musst. Lass die Wut raus, wenn sie aufkommt – zum Beispiel in Form eines Briefes, den Du nie abschickst.

Erkenntnis 3: Entwickle Maßnahmen für mehr Positivität

Die Gruppe, die den Liebeskummer am schnellsten überwand, machte sich all die negativen Seiten am Expartner bewusst. Dadurch wurde zwar der Liebeskummer weniger, aber die Teilnehmer fühlten sich danach ziemlich negativ.

Logisch – wenn man an unschöne Dinge zurückdenkt, läuft man nicht mit breitem Grinsen durch die Gegend.

In der Phase des Liebeskummers wirst Du also damit rechnen müssen, etwas von Deiner Positivität einbüßen zu müssen. Das kann zusätzlichen Stress verursachen, der sich auch körperlich bemerkbar machen kann.

Jetzt ist es wichtig, nicht in die Falle zu tappen und an die vermeintlich schönen Momente mit dem Expartner zu denken, um sich besser zu fühlen.

Die gute Laune muss jetzt von anderen Quellen kommen.

Das solltest Du tun:

Mache Dir all die Dinge bewusst, die in Dir positive Gefühle auslösen. In der „Liebeskummer loswerden“-Phase brauchst Du jede Kleinigkeit, um Dich besser zu fühlen.

Wenn Du dafür ein neues Hobby anfangen musst oder öfter mal in die Heimatstadt fährst, um es sich bei den Eltern gut gehen zu lassen –  tu es!

Die Negativität, die Dich das Abschließen der Trennung kostet, kannst Du nur aushalten, wenn Du aktiv für mehr positive Erlebnisse in Deinem Leben sorgst.

Wenn Du noch mehr zum Thema „Liebeskummer überwinden“ erfahren möchtest, wäre der informative und unterhaltsame Spiegel Bestseller „Liebeskummer ist ein Arschloch“ von Senna Gammour genau die richtige Lektüre für Dich!

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