Führst Du eine gute Beziehung? (Test)

Jede Beziehung ist sehr individuell und kann von außen deshalb auch nur schlecht beurteilt werden. Gut oder schlecht: Einige Anzeichen sind dennoch in abgewandelter Form immer wieder zu erkennen.

Wie genau sich diese Anzeichen bei Dir äußern, kann ein guter Hinweis sein, ob Du eine gute Beziehung führst.

Worüber redet ihr, wenn ihr unter Euch seid?

Du sitzt mit Deinem Partner im Auto und ihr fahrt zum gemeinsamen Wocheneinkauf. Die Fahrt dauert ungefähr fünfzehn Minuten.

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Sprecht ihr miteinander, oder schweigt ihr euch an? Natürlich ist es normal, dass man nicht immer miteinander spricht. Eine gute Beziehung macht ein gemeinsames Schweigen können sogar aus.

Doch sollte man keine Hemmungen haben mit seinem Partner zu reden. Und zwar über jedes Thema. Das können ganz alltägliche Geschichten sein. Wie war die Arbeit? Wie war der Kaffee am Nachmittag mit der besten Freundin?
 
Aber auch ernstere Themen dürfen nicht Tabu sein. Vielleicht treiben Dich ernsthafte Sorgen um. Wenn es Dir schlecht geht, solltest Du auf Deinen Partner bauen können. Wir alle wissen, dass man manchmal nur jemanden braucht, der einem zuhört.

Kann Dein Partner zuhören?

Ihr solltet auch keinerlei Angst davor haben Probleme und Sorgen über die gemeinsame Beziehung mit der anderen Person zu besprechen.

Eine gute Beziehung zeichnet sich daher immer durch eine offene und ehrliche Kommunikation aus.

Wie wichtig Kommunikation, Toleranz und Offenheit sind, beschreibt auch der Psychologe Thomas Gordon in seinem Buch: „Gute Beziehungen: Wie sie entstehen und stärker werden“. Er zeigt typsiche Praxissituationen auf und beschreibt, wie die richtige Kommunikation die Beziehungen zum Partner, aber auch zu Freunden, Kollegen und Mitmenschen verbessern kann.

Respektiert ihr euch?

Ein Punkt, der in Beziehungen immer wieder untergeht, ist gegenseitiger Respekt. Wer seinen Partner nicht respektiert und wiederum nicht respektiert wird, führt keine gute Beziehung.

Wenn Du von Deinem Partner verbal oder gar körperlich erniedrigt und gedemütigt wirst, ist das ein Zeichen, dass Du keine gesunde Beziehung führst.

In einer Beziehung sollte man sich gegenseitig den Rücken stärken und seine Unterstützung und Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Das gilt übrigens auch für Streitsituationen.

Im Streit können die Fetzen fliegen. Das ist auch gut so! Ein guter Streit gehört zu einer gesunden Beziehung dazu, wie sonst soll man seine Wut zum Ausdruck bringen. Aber auch im Streit gibt es Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.

Ein Streit ist kein Freifahrschein für verbale oder körperliche Erniedrigung. Wer sich mit Respekt behandelt und miteinander auf gesunde Weise streiten kann, führt eine gute Beziehung.

Das Fitnesscouple Julian und Alina teilen ihre Erfahrungen einer guten Beziehung:

Seid ihr zärtlich zueinander?

Du hast es sicher auch einmal gesehen: Ein älteres Paar geht die Straße hinunter, Hand in Hand. Sie gehen wunderbar höflich und liebevoll miteinander um. Nehmen Rücksicht aufeinander und sind einfach sehr zärtlich im Umgang mit dem anderen. Und Du denkst Dir: Das will ich auch mal haben.

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber dennoch geht mit der Zeit die Zärtlichkeit unter. Denn gerade, wenn man schon seit vielen Jahren in einer Beziehung ist, kann die Zärtlichkeit verloren gehen.

Der Alltagsstress überwältigt einen geradezu und man muss sich um den Job, den Haushalt oder die Kinder kümmern. Irgendetwas steht immer an.

Kleine zärtliche Gesten kommen uns plötzlich nicht mehr so wichtig vor. Der Partner weiß schließlich, dass man ihn liebt.

Aber gerade diese kleinen Gesten sind es, die eine gute Beziehung ausmachen. Dem Partner zu verstehen geben, dass man ihn wertschätzt. Und auch vom Partner das Gefühl zu bekommen, dass man geliebt wird. Wie Julian und Alina es in ihrem Video oben so schön gesagt haben: Lieben ist ein Tu-Wort.

Man muss aktiv lieben und das dem anderen Partner durch zärtliche Worten und Berührungen so auch mitteilen.

Nehmt ihr euch Zeit füreinander?

Egal, wie lange ihr zusammen seid, es ist wichtig, dass ihr euch Zeit füreinander nehmt. So schön und wichtig es ist auch gemeinsame Erfahrungen mit anderen Menschen zu verbringen und sich nicht in seiner kleinen Pärchen-Blase abzuschotten, so notwendig ist auch die Zeit zu zweit.

Diese gemeinsame Zeit zu finden, wird mit der Zeit immer schwieriger. Unterschiedliche Arbeitszeiten, Kinder und das bisschen Freizeit, dass die Freunde für sich beanspruchen, können einem einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen.

Dann schiebt man es auf. Und aus Tagen werden Wochen und aus Wochen werden Monate.

Dazu soll es nicht kommen! Setzt euch gemeinsam hin und plant diese gemeinsamen Tage füreinander. Die Kinder können vielleicht für einen Abend oder sogar ein Wochenende zu den Großeltern oder zu gemeinsamen Freunden gebracht werden.

Und ihr nehmt euch nichts vor, außer das, was ihr gemeinsam machen wollt. Das kann ein gemeinsames Abendessen im Restaurant sein, ein Kinoabend oder etwas Abwechslungsreiches, wie z.B. einen Escape Room besuchen. Aber auch ein gemeinsamer Kochabend in den eigenen vier Wänden zu einem Glas Wein und anschließendem gemütlichen Fernsehabend kann sehr erholsam sein.

Diese Zeit stärkt euch als Paar und bringt euch wieder näher zusammen.

Habt ihr eigene und gemeinsame Freunde?

Je nach euren Persönlichkeiten zieht ihr entweder die gleichen oder sehr konträre Freundeskreise an. Vielleicht seid ihr auch erst Freunde gewesen und dann zusammengekommen und teilt daher den exakt gleichen Freundeskreis.

Das ist auch gar nicht schlimm. Aber es tut jeder Beziehung auch gut, wenn jeder seine eigenen Freunde hat. Das soll nicht heißen, dass der Partner diese Freunde nicht kennen lernen darf oder sich nicht gut mit ihnen verstehen darf.
 
Im Gegenteil. Je mehr Freunde des anderen ihr mögt, desto harmonischer wird eure Beziehung wahrscheinlich aussehen. Aber es sollten dennoch Freunde sein, mit denen Dein Partner vielleicht nicht unbedingt allein etwas unternehmen würde, weil die Freundschaft eben primär an Dich gebunden ist.

Sowohl gemeinsame als auch getrennte Freundeskreise zu haben, gibt die notwendige Balance. So kannst Du auch einmal Abstand vom Partner nehmen oder Deine Sorgen mit einer eher objektiveren Person besprechen, die keine Loyalitätsbedenken hat.

Eine gute Beziehung balanciert also aus.

Habt ihr über eure Zukunftspläne gesprochen?

Ein äußerst wichtiger Punkt für noch frische Beziehungen. Habt ihr euch zusammengesetzt und einmal besprochen, was ihr überhaupt wollt?

In den ersten Monaten ist das noch gar nicht notwendig. Man lernt sich noch kennen und muss erstmal herausfinden, ob man an der Beziehung festhalten will oder nicht. Das dauert meist so um die sechs Monate.

Doch es kommt der Zeitpunkt, wo Du einfach merkst: Es wird ernster. Wenn Du nicht das leiseste Bedürfnis verspürst, die Beziehung in den kommenden Monaten zu beenden und euch schon auf der Zielgeraden siehst, wird es Zeit ein Gespräch zu führen. Denn das kann ziemlich schnell zeigen, ob ihr euch auch wirklich auf derselben Zielgeraden befindet oder eben nicht.

Wollen beide heiraten?

Wie sehen die beruflichen Pläne aus? Spielt einer mit dem Gedanken die Stadt oder gar das Land zu verlassen?
Möchtet ihr gemeinsame Kinder?

Wenn ja, wann wollt ihr heiraten/ Kinder/ Berufsplanung umsetzen? In einem Jahr oder erst in fünf oder noch später?
Diese Fragen, die für eine gemeinsame Zukunft essenziell sind, müssen ehrlich besprochen werden. In einem Rahmen, in dem beide sich sicher fühlen. In dem nicht verurteilt wird, sondern zunächst dem anderen zugehört wird.

Wenn ihr merkt, dass eure Vorstellungen auseinander gehen, gilt es Kompromisse zu finden. Eine gute Beziehung verlangt fast immer Kompromisse. Doch ihr müsst euch auch fragen – was ist für mich kompromisslos? Auf Kinder verzichten? Auswandern?

Das sind große Lebensentscheidungen, die man ganz sicher nicht leichtfertig treffen sollte. Gebt euch Zeit, über eure Prioritäten nachzudenken und trefft dann eine Entscheidung.

Wer dieses Gespräch erst nach vielen Jahren führt oder gar nicht, der wird eine böse Überraschung erleben. Gute Beziehungen laufen so gut, weil man weiß, worauf man sich einlässt. So haben beide einen Ausblick auf das, was kommt und können sich für oder gegen diese Zukunft entscheiden.

Wenn sich beide dafür entscheiden: Dann erwartet sie in der Regel eine sehr viel erfülltere und glücklichere Beziehung.

Wie Du lernst Prioritäten zu setzen, zeige ich Dir anhand dieser Hilfestellungen, die Dir zeigen, dass man seine Prioritäten kennen muss und einplanen muss, um sie auch wirklich zu erreichen.

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