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HairComeback Plan: Tag 8 von 10
Der 3-Monats-Effekt bei Haarausfall
In den letzten Tagen ist vielen unserer Teilnehmer am HairComeback Plan vermutlich eines klar geworden:
Bei Haarausfall liegt der eigentliche Auslöser oft nicht da, wo viele ihn suchen.
Und genau das macht das Ganze für uns Frauen so verwirrend.
Seit ich bei LOVE THIS LOOK bin, fällt mir in Gesprächen immer wieder dasselbe auf:
Mehr Haare in der Bürste, in der Dusche oder morgens auf dem Kissen.
Und oft kommt erst ein paar Sätze später etwas anderes dazu:
- Eine Lebensphase, die viel Kraft gekostet hat.
- Wochen voller Anspannung.
- Schlechter Schlaf.
- Eine Trennung.
- Eine Krankheit in der Familie.
- Oder einfach dieses ständige Funktionieren, ohne wirklich mal runterzukommen.
Das Tückische daran ist: In dem Moment fühlt sich das oft gar nicht wie ein klarer Auslöser für Haarausfall an.
Deshalb lohnt es sich oft, einen Schritt zurückzuschauen.
Denn bei Haarausfall beginnt das eigentliche Problem nicht immer in dem Moment, in dem die Haare ausfallen.
Warum Haarausfall oft mit Verspätung kommt
Zwischen dem, was dich belastet hat, und dem Moment, in dem deine Haare ausfallen, liegen oft ein paar Wochen. Manchmal sogar zwei oder drei Monate.
Deshalb nenne ich das den „3-Monats-Effekt bei Haarausfall“:
Erst geht es um mehr Haare in der Bürste oder im Abfluss.
Doch im Laufe des Gesprächs kommt dann ein Satz wie dieser hier:
„Eigentlich war vor ein paar Monaten auch einfach alles zu viel.“
Und genau deshalb fühlt sich Haarausfall für viele Frauen so plötzlich an, obwohl er es oft gar nicht ist.
Wenn dein Körper über längere Zeit unter Strom steht, fängt er an, seine Energie anders zu verteilen.
Haarwachstum ist dann nicht das, worum er sich als Erstes kümmert.
Weil dein Körper in solchen Phasen versucht, mit seinen Kräften gut hauszuhalten.
Deshalb lohnt es sich beim Haarausfall manchmal, nicht nur auf die letzten Tage zu schauen, sondern auf das, was ein paar Wochen oder Monate vorher los war.
Die Frage ist nur:
Was macht man jetzt mit dieser Erkenntnis, dass der Grund für deinen Haarausfall Stress sein kann, der schon Wochen oder sogar Monate zurückliegt?
Denn ganz ehrlich, die wenigsten Frauen denken an der Stelle:
„Ach gut, dann baue ich jetzt noch irgendetwas Neues in meinen Alltag ein.“
Meistens ist eher das Gegenteil der Fall.
Man ist sowieso schon müde. Angespannt. Im Kopf voll. Und wünscht sich nicht noch eine weitere Aufgabe, um den eigenen Stress in den Griff zu bekommen.
Und spätestens hier sind viele innerlich raus, sobald das Wort Meditation fällt.
Kann ich verstehen.
Mir ging es früher ganz genauso.
Warum ich früher die Augen verdreht hätte
Wenn mir jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte: „Miriam, meditier mal“, hätte ich wahrscheinlich nur die Augen verdreht.
Ich bin ein praktischer Mensch. Ich mag Dinge, die im Alltag wirklich helfen.
Und bei Meditation hatte ich lange dieses Bild im Kopf von Räucherstäbchen, still dasitzen und bitte möglichst an gar nichts denken.
Das war einfach nicht meins.
Was ich damals noch nicht verstanden hatte:
Es geht dabei gar nicht darum, besonders spirituell zu sein oder den Kopf auf Knopfdruck leer zu bekommen.
Im Grunde geht es um etwas viel Einfacheres.
Nämlich deinem Körper das Signal zu geben:
Die Gefahr ist vorbei.
Denn wenn wir über längere Zeit unter Strom stehen, bleibt auch unser Nervensystem in einer Art Alarmmodus und der Körper schüttet weiter Stresshormone aus.
Also genau die Hormone, die Haarausfall fördern und beschleunigen.
Und solange dieser innere Alarm nicht wirklich runterfährt, fällt es dem Körper schwer, wieder in Ruhe, Aufbau und Regeneration zu kommen.
Also genau das, was wir eigentlich brauchen, um Haarausfall in den Griff zu bekommen.
Hierdurch hat sich mein Blick auf Meditation verändert.
Nicht als etwas Abgehobenes. Sondern als eine kleine, einfache Möglichkeit, dem Körper wieder ein anderes Signal zu geben:
Du musst gerade nicht kämpfen. Du darfst runterfahren.
Denn das ist am Ende der Punkt:
Nicht noch mehr leisten oder noch mehr optimieren. Sondern deinem Körper für ein paar Minuten dabei helfen, wieder aus diesem Dauer-An zu kommen.
Das hilft ihm dabei das Haarausfall-Hormon Cortisol zu reduzieren. Also genau das, was wir heute erreichen wollen.
Bist du bereit?
Deine 4-Minuten-Fernbedienung gegen Stress
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem du innerlich denkst:
Klingt ja alles schön und gut … aber bitte sag mir jetzt nicht, dass ich dafür noch eine App brauche, mir irgendwo Kerzen hinstellen oder ab morgen jeden Tag 20 Minuten meditieren soll.
Versteh ich total.
Deshalb mag ich diese Übung so gern, die ich dir jetzt zeigen möchte.
Du brauchst dafür nichts. Keine App. Kein Yogakissen. Keinen perfekten Moment.
Nur vier Minuten und einmal kurz die Bereitschaft, es einfach auszuprobieren.
Und vielleicht hilft dir ein anderer Blick darauf:
Sieh es wie eine kleine Fernbedienung für dein Nervensystem.
Du spürst sofort, wie der Stress nachlässt. Und damit auch das Haarausfall-Hormon Cortisol in deinem Körper.
Genau dafür ist diese Atemübung da, die wir jetzt zusammen machen.
Denn das ist deine heutige Mission:
Setz dich einfach bequem hin. Lass die Schultern locker. Du musst nichts Besonderes machen.
Dann atmest du 4 Sekunden lang durch die Nase ein.
Hältst den Atem für 7 Sekunden an.
Und atmest danach 8 Sekunden lang langsam durch den Mund wieder aus.
Das Ganze wiederholst du 4 Mal.
Mehr nicht.
Ich weiß, das klingt fast zu einfach.
Aber das ist der Punkt.
Diese paar ruhigen Atemzüge können deinem Körper helfen, aus diesem inneren Dauer-An ein Stück weiter rauszukommen und wieder eher in Richtung Erholung zu schalten.
Viele merken schon nach ein paar Runden, dass der Herzschlag ruhiger wird, der Kiefer lockerer und der Kopf ein kleines bisschen leiser.
Und mehr brauchst du für den Anfang gar nicht.
Das Schöne:
Je öfter du diese Übung machst, desto effektiver wirkt sie mit der Zeit, um Stress zu reduzieren.
Probier sie also ruhig über die nächste Tage immer mal wieder aus, wenn du dich gestresst fühlst.
Was jetzt wichtig ist
Wenn dein Körper zur Ruhe kommt, sinkt auch das Stresshormon Cortisol wieder ab.
Das ist wichtig, weil Haare auf anhaltenden Stress reagieren.
Und je öfter dein Körper nicht nur funktioniert, sondern wirklich runterfahren darf, desto eher kommt er wieder in einen Zustand von Erholung und Aufbau.
Das ist die Richtung, in die du bei Haarausfall willst:
- weniger Dauerstress,
- weniger Cortisol,
- weniger Belastung für deine Haarwurzeln.
Diese vier Minuten helfen dir, den Kreislauf aus Stress und weiterem Haarausfall zu durchbrechen.
Deine kleine 4-Minuten-Fernbedienung, um zur Ruhe zu kommen.
Du hast sie ab heute immer Griffbereit, wenn du sie brauchst.
Mach diese Atemübung deshalb am besten direkt jetzt.
Alles Liebe
Deine Miriam
PS:
Hier ist die Übung noch einmal in kurz, damit du sie am besten jetzt sofort ausprobieren kannst:
- 4 Sekunden einatmen
- 7 Sekunden halten
- 8 Sekunden ausatmen
- Insgesamt 4 Runden
Kein Perfektionismus, kein großer Aufwand, einfach nur vier Minuten, in denen dein Körper kurz merken darf: Ich bin gerade sicher.
Und morgen schauen wir uns an, wie du deinen Kopf abends vor dem Schlafen wirklich „ausschaltest“, damit dein Haar wieder gesund wachsen kann.

